ORGANIST - KOMPONIST - IMPROVISATOR

Jean-Pierre LEGUAY studierte bei André Marchal, Gaston Litaize, Rolande Falcinelli (Orgel), Simone Plé-Caussade (Tonsatz) und Olivier Messiaen (Komposition). Von 1961 bis 1984 war er Titularorganist an der Kirche Notre-Dame-des-Champs in Paris und von 1985 bis 2015 war er Titularorganist der Großen Orgel von Notre-Dame in Paris. Jetzt ist er emeritierter Titularorganist an derselben Kathedrale.
 
Er gewann mehrere internationale  Improvisationspreise (an der Orgel und am Klavier) sowie mehrere Kompositionspreise am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, in Lyon, Nizza, Haarlem, Erding usw.
 
Von 1968 bis 1989 lehrte er Orgel und Improvisation sowie Musikgeschichte am Conservatoire National de Région in Limoges und von 1989 bis 2003 am Conservatoire National de Région in Dijon. In Paris war er für den Improvisationsunterricht für Privatpersonen und Gruppen zuständig: - am Centre d'Action Liturgique et Musicale (1985-1988)  - danach am Conservatoire Erik Satie des 7. Arrondissement.
 
Jean-Pierre LEGUAY genießt internationalen Ruf als Konzertorganist, Komponist und Improvisator (Orgel, Klavier und mit Ensembles). Er setzt seine Karriere sowohl in Frankreich als auch in Europa, Nordamerika und Asien fort. Er ist ein gefragter Organist bei französischen und ausländischen Rundfunksendern, Akademien, Universitäten und Musikhochschulen.
 
Immer auf der Suche nach neuen Klangfarben schuf dieser Komponist bis heute über siebzig Werke für verschiedene instrumentale wie vokale Besetzungen (Etoilé, Cembalo und fünf Instrumente  -  Sève, Altsaxophon und Klavier  -  Trio und Streichquartett  -  Souffle, 14 Instrumente  -  Azur, Klavier  -  Aube,  Orgel und Kammerorchester  -  Cendres d'ailes, Tenor und Klavier ...). Seine Werke werden vorwiegend bei Billaudot, Lemoine, Universal und Symétrie verlegt. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge vom französischen Kultusministerium, von Radio-France, vom Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, vom Scottish Arts Council of Edinburgh, vom Festival León (Spanien) und vom Festival de La Massana (Andorra) ...
 
Jean-Pierre Leguay machte viele Einspielungen mit Orgelrepertoire vom XVII. bis zum XXI. Jahrhundert, mit eigenen Werken (u.a. Orgel und Kammermusik) und Improvisationen.
 
Zudem gestaltete er die Orgelimprovisationen zum Film "Les Mystères des Cathédrales", den Jean-François Delassus für ARTE und die Editions Montparnasse realisierte. Die Aufnahme seiner Missa Deo Gratias und seiner Sonaten II und III wurden ebenso mit Schallplattenpreisen ausgezeichnet (»Choc de Musique«) wie seine jüngste CD mit Improvisationen, die den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielt. Die Fachzeitschrift »Diapason« wertete Leguays Porträt-CD Chant d’airain mit der Höchstnote.

Am 1. Januar 2013 wurde er zum "Chevalier de la Légion d’Honneur" ernannt.